Dexter – Wind weht durch das Haar

Dexter - Haare nice, Socken fly

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Die Frisur sitzt, die Socken auch: Dexter ist zurück – am Mic. Auf seinem neuen Album „Haare nice, Socken fly“ zeigt der renommierteste Vinyl-Digger und Beat-Künstler des Landes, wie entspannt man Rap angehen kann, wenn man sich von Rapper-Ego und Erwartungshaltungen freimacht. Wie das letztendlich klingt? Um es mit Dexters Worten zu beschreiben: wavy.

„Papa ist der beste Rapper“, konstatiert Dexys kleiner Sohn direkt im Intro von „Haare nice, Socken fly“. Wie ernst so eine Ansage gemeint ist, das können Fans des Stuttgarters mittlerweile sehr genau einschätzen: Es ist natürlich die reine Wahrheit. „Ich bin ja eigentlich kein Rapper“, erklärt Dexter. „Deswegen habe ich im Rap quasi Narrenfreiheit und kann machen und sagen, was ich will.“ Und diese Freiheit nutzt er auch: Nicht nur, um sich flow- und produktionstechnisch mindestens auf der von Kendrick Lamar, Isaiah Rashad und Konsorten geprägten Höhe der HipHop-Jetztzeit auszutoben und dabei ziemlich gut aufgelegt zu sein. Sondern auch, um vermeintlich gegensätzliche rapmusikalische Welten unter einen Hut zu bekommen, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.

So tummeln sich auf „Haare nice, Socken fly“ Gäste, die zumindest scheuklappenkranke Rap-Fans so nicht auf einem Album erwartet hätten: zum einen bekannte Dexter-Kollaborateure wie Fatoni, Retrogott oder Maniac, aber dann eben auch Ahzumjot und LGoony, die gerne mal in einem Paralleluniversum namens Trap verortet werden. „Ich versuche, dieses Schubladendenken auszuhebeln. Ich benutze ja nach wie vor noch Samples, außerdem sind diese Welten gar nicht so weit entfernt voneinander, wie man denkt. Von der Attitude her ist LGoony eigentlich wie ein junger Retrogott“, so Dexter. Und wenn ich mich mit jemandem so gut verstehe wie mit Ahzumjot, dann ist ein Feature schon so gut wie eingetütet.“

Und was bedeutet nun wavy? „Eigentlich ist Brenk schuld. Er hat mir den Rapper Max B. gezeigt, der den Begriff ständig verwendet. Ich weiß eigentlich gar nicht genau, was er damit meint“, lacht Dexter. „Für mich bedeutet das einfach eine gewisse Leichtigkeit. Die Musik ist nicht aufdringlich, eher fluffig, wie ein leichter Wellengang. Auch die Textinhalte sind so: keine schweren Thematiken, es geht eher darum, dass es mir gut geht.“ Und genau so klingt „Haare nice, Socken fly“: wavy.